Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Licht in elektrischen Strom. Das Wort setzt sich aus dem griechischen „phos“ für Licht und „Volt“, der Einheit der elektrischen Spannung, zusammen. Anders als ein Kraftwerk hat eine PV-Anlage keine beweglichen Teile, verbrennt nichts und macht kein Geräusch. Sie liegt auf dem Dach und arbeitet, sobald es hell wird.
Wie aus Licht Strom wird
Das Herz jeder Anlage ist die Solarzelle, meist eine dünne Scheibe aus Silizium. Trifft Licht auf die Zelle, gibt es seine Energie an Elektronen im Silizium ab und setzt sie in Bewegung. Durch den Aufbau der Zelle aus zwei unterschiedlich behandelten Schichten fließen die Elektronen in eine Richtung: Es entsteht Gleichstrom. Diesen Effekt entdeckte Alexandre Edmond Becquerel bereits 1839; wirtschaftlich nutzbar wurde er erst mit den Siliziumzellen der 1950er Jahre und wirklich günstig in den letzten fünfzehn Jahren.
Eine einzelne Zelle liefert nur wenig Spannung. Deshalb werden 108 bis 144 Zellen zu einem Modul verschaltet, hinter Glas und in einen Rahmen gefasst. Ein modernes Modul für Wohnhäuser leistet 430 bis 470 Watt und misst etwa 1,7 mal 1,1 Meter. Wie die Module im Detail arbeiten und was Glas-Glas, Halbzellen und All-Black bedeuten, erklären wir unter Wie funktioniert Photovoltaik?
Woraus eine PV-Anlage besteht
- Module auf dem Dach erzeugen Gleichstrom.
- Die Unterkonstruktion aus Dachhaken und Aluminiumschienen hält die Module sturm- und schneesicher am Dach.
- Der Wechselrichter macht aus dem Gleichstrom den Wechselstrom, den Ihre Geräte und das Netz brauchen. Er ist zugleich die Steuerzentrale der Anlage.
- Ein Batteriespeicher hebt Mittagsüberschüsse für den Abend auf. Er ist optional, aber in den meisten Wohnhäusern sinnvoll.
- Der Zählerschrank bekommt einen Zweirichtungszähler, der Einspeisung und Bezug getrennt misst.
- Optional ergänzen Wallbox und Energiemanagement die Anlage, damit Auto und Wärmepumpe möglichst mit eigenem Strom laufen.
Alle Komponenten und worauf es bei der Auswahl ankommt, beschreiben wir unter Unser Angebot.
Die wichtigsten Begriffe
Netzparallelbetrieb bedeutet, dass Ihre Anlage am öffentlichen Netz hängt: Fehlt Solarstrom, kommt Strom aus dem Netz; ist zu viel da, fließt der Überschuss hinein und wird mit der Einspeisevergütung bezahlt. Ohne besondere Ausstattung schaltet sich die Anlage bei einem Stromausfall ab. Wer dann weiter Strom haben möchte, braucht eine Notstromversorgung.
Was Photovoltaik nicht ist
Photovoltaik wird oft mit Solarthermie verwechselt. Solarthermie-Kollektoren erwärmen Wasser, Photovoltaik-Module erzeugen Strom. Beide nutzen die Sonne, aber nur Strom lässt sich für alles verwenden: Licht, Waschmaschine, Wärmepumpe, Auto. Warum wir in fast allen Fällen zu Photovoltaik raten, lesen Sie unter PV oder Solarthermie?
Auch ein Balkonkraftwerk ist Photovoltaik, nur klein: ein oder zwei Module mit einem Steckerwechselrichter bis 800 Watt. Es senkt die Stromrechnung um 100 bis 200 Euro im Jahr und ist für Mieter eine gute Option. Eine Dachanlage erzeugt das Zehn- bis Zwanzigfache und rechnet sich deshalb deutlich besser.
Wie es weitergeht
Wenn Sie wissen möchten, wie viel Strom Ihr Dach liefern kann, lesen Sie weiter unter Energieertrag. Was eine Anlage kostet und wann sie sich bezahlt gemacht hat, steht unter Kosten und Wirtschaftlichkeit. Oder Sie stellen eine Anfrage, und wir planen eine erste Auslegung für Ihr Haus.
Stand: 14. Oktober 2026