Photovoltaik ist die Energiequelle mit dem kleinsten Fußabdruck, die Sie an Ihrem Haus installieren können. Trotzdem lohnt es sich, genau hinzuschauen: Module werden mit Energie hergestellt, Speicher brauchen Rohstoffe, und irgendwann ist beides am Ende. Hier sind die Zahlen.
Die CO₂-Bilanz einer Hausanlage
Der deutsche Strommix verursachte 2025 rund 350 Gramm CO₂ je Kilowattstunde. Jede Kilowattstunde Solarstrom, die diesen Strom ersetzt, spart also etwa ein Drittel Kilogramm. Eine 10-kWp-Anlage im Saarland erzeugt rund 10.700 Kilowattstunden im Jahr und vermeidet damit etwa 3,7 Tonnen CO₂ jährlich, über 25 Jahre rund 90 Tonnen. Mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren sinkt der Wert des Strommixes und damit die Einsparung je Kilowattstunde; die Anlage bleibt trotzdem in jedem Jahr sauberer als der Netzstrom.
Unsere bisher gebauten Anlagen zusammen haben eine Leistung von über einem Megawatt. Was sie im Jahr einsparen, zeigen wir auf der Startseite.
Was die Herstellung kostet
Die Produktion eines Moduls braucht Energie, vor allem für das Schmelzen und Reinigen des Siliziums. Nach aktuellen Studien des Fraunhofer ISE liegt die energetische Rückzahlzeit eines in Deutschland betriebenen Moduls bei ein bis zwei Jahren. Danach liefert es 25 bis 30 Jahre Strom, der nie wieder Energie kostet. Über die Lebensdauer emittiert Solarstrom je Kilowattstunde rund 20 bis 40 Gramm CO₂, verglichen mit 400 bis 500 Gramm bei Gas und über 800 bei Kohle.
Module aus europäischer Fertigung, wie die von Meyer Burger, schneiden noch besser ab, weil der Strom für die Produktion sauberer ist. Wir bieten sie an, wenn Ihnen Herkunft wichtig ist; die Auswahl steht unter Unsere Partner.
Rohstoffe: Silizium, Silber, Lithium
Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste; Sand ist der Rohstoff. Der Bedarf an Silber für die Kontakte ist je Modul auf wenige Gramm gesunken und wird zunehmend durch Kupfer ersetzt. Seltene Erden werden in Modulen nicht verwendet. Der Aluminiumrahmen und das Glas sind zu fast hundert Prozent recycelbar.
Bei Speichern ist der Rohstoffeinsatz größer. Wir setzen ausschließlich Lithium-Eisenphosphat-Zellen ein: kein Kobalt, kein Nickel, längere Lebensdauer und geringere Brandgefahr als bei älteren Zelltypen. Ein 10-kWh-Speicher enthält rund ein Kilogramm Lithium.
Fläche, Landschaft, Artenvielfalt
Ein Dach ist bereits versiegelt. Eine Dachanlage braucht keinen zusätzlichen Quadratmeter Boden, anders als Freiflächenanlagen, Windräder oder Biogasmais. In Deutschland liegen mehrere hundert Gigawatt Potenzial ungenutzt auf Dächern; das Saarland allein könnte einen erheblichen Teil seines Strombedarfs von Wohn- und Gewerbedächern decken. Gründächer und PV vertragen sich übrigens gut: Die Begrünung kühlt die Module und steigert den Ertrag, wie auf dem Dach einer Schule im Saarland.
Lärm, Abgase, Wasser
Eine PV-Anlage hat keine beweglichen Teile, verbrennt nichts und braucht kein Kühlwasser. Im Betrieb ist sie lautlos und emissionsfrei. Der Wechselrichter summt leise, vergleichbar mit einem Kühlschrank, und hängt meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum.
Und der Rebound?
Wer eigenen Strom hat, verbraucht manchmal mehr. Das ist nicht schlimm, wenn der Mehrverbrauch fossile Energie ersetzt: Die Wärmepumpe statt der Gasheizung, das Elektroauto statt des Diesels. Genau dafür ist die Anlage gedacht. Mit Energiemanagement sorgen wir dafür, dass diese Verbraucher möglichst dann laufen, wenn die Sonne scheint.
Was das für Sie heißt
In unserer Planung weisen wir die CO₂-Einsparung Ihrer Anlage aus, Jahr für Jahr über die Laufzeit. Es ist eine Zahl, die man gern in der Nachbarschaft erzählt. Die wirtschaftliche Seite steht unter Wirtschaftlichkeit.
Stand: 07. September 2026