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PV-Wissen

Was kostet eine PV-Anlage?

Eine Anlage für ein Einfamilienhaus kostet 2026 mit 10 kWp und Speicher meist 18.000 bis 25.000 Euro, ohne Mehrwertsteuer. Woraus sich der Preis zusammensetzt und wo Sie sparen können und wo nicht.

Installierter Batteriespeicher neben dem Wechselrichter an einer Wand

Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf Ihr Haus an. Die folgenden Zahlen sind Richtwerte aus unseren Angeboten der letzten Monate, Stand September 2026. Ihren Festpreis erhalten Sie nach dem kostenlosen Vor-Ort-Termin; er gilt dann ohne Nachträge.

Richtwerte für ein Einfamilienhaus

Anlage Richtpreis (0 % MwSt.)
6 kWp ohne Speicher (Reihenhaus) 9.000 – 12.000 €
10 kWp ohne Speicher 13.000 – 17.000 €
10 kWp mit 10 kWh Speicher 18.000 – 25.000 €
15 kWp mit 15 kWh Speicher und Wallbox 26.000 – 34.000 €

Je Kilowatt Peak liegen komplette Anlagen ohne Speicher zwischen 1.300 und 1.800 Euro. Kleine Anlagen sind je Kilowatt teurer, weil Gerüst, Anfahrt, Zählerschrank und Anmeldung unabhängig von der Größe anfallen. Ein Speicher kostet installiert 450 bis 700 Euro je Kilowattstunde, abhängig vom Hersteller und davon, ob ein Hybridwechselrichter bereits vorhanden ist. Eine Wallbox mit 11 kW kommt mit Installation und Anmeldung auf 1.500 bis 2.500 Euro, wenn sie zusammen mit der Anlage gebaut wird.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Material macht rund die Hälfte aus: Module (ein Glas-Glas-Modul mit 450 Watt kostet im Einkauf heute 90 bis 130 Euro), Wechselrichter, Speicher, Unterkonstruktion, Kabel, Überspannungsschutz und Kleinteile. Der Modulpreis ist in zehn Jahren um mehr als drei Viertel gefallen; die Module sind längst nicht mehr der teuerste Posten.

Montage ist der zweite große Block: das Gerüst als Absturzsicherung, die Dachmontage von Haken, Schienen und Modulen, die Elektroinstallation vom Dach bis zum Zählerschrank und die Arbeiten im Zählerschrank selbst. Bei alten Zählerschränken ohne Platz für den Zweirichtungszähler oder ohne ausreichenden Überspannungsschutz kommt ein Umbau hinzu, der 800 bis 2.500 Euro kosten kann. Das erfahren Sie beim Vor-Ort-Termin, nicht nach der Montage.

Planung und Anmeldung sind kein kleiner Posten, aber bei uns im Preis enthalten: Auslegung, Statikprüfung, Netzanschlussanfrage, Inbetriebsetzungsprotokoll, Marktstammdatenregister und die Unterlagen für Ihre Steuererklärung.

Was den Preis nach oben oder unten bewegt

  • Dachhöhe und Zugänglichkeit: Ein dreigeschossiges Haus braucht mehr Gerüst als ein Bungalow.
  • Dacheindeckung: Frankfurter Pfanne und Tonziegel sind Standard. Schiefer, Biberschwanz, Blech oder Bitumen brauchen andere Haken und mehr Zeit.
  • Kabelwege: Ein kurzer Weg vom Dach zum Zählerschrank spart Stunden. Lange Wege durch bewohnte Räume kosten Zeit und Material.
  • Verschattung: Moduloptimierer kosten 40 bis 70 Euro je Modul und lohnen sich nur auf verwinkelten Dächern.
  • Komponentenwahl: Zwischen solider Mittelklasse und Premiumherstellern liegen 10 bis 20 Prozent. Wir sind an keinen Hersteller gebunden und zeigen Ihnen beide Varianten; unsere Auswahl steht unter Unsere Partner.

Wo Sie sparen können und wo nicht

Sparen können Sie an der Größe, indem Sie die Anlage auf Ihren Verbrauch statt auf das ganze Dach auslegen. Allerdings kostet jedes weitere Kilowatt nur noch 800 bis 1.000 Euro, weil die Fixkosten bereits bezahlt sind; meist lohnt sich die volle Belegung. Sparen können Sie an der Optik, indem Sie auf All-Black-Module und schwarze Schienen verzichten, und am Zeitpunkt, indem Sie Wallbox und Speicher gleich mitbauen lassen statt später mit eigenem Gerüst und eigener Anfahrt.

Nicht sparen sollten Sie an der Unterkonstruktion und am Überspannungsschutz. Beides sieht man nicht, beides entscheidet darüber, ob die Anlage nach 25 Jahren noch sicher auf dem Dach steht. Und nicht am Gerüst: Wer ohne Absturzsicherung montiert, spart 1.000 Euro und riskiert Menschenleben. Wir tun das nicht.

Selbst bauen?

Handwerklich geschickte Bauherren können die Dachmontage selbst übernehmen und nur den Elektroanschluss vom Fachbetrieb machen lassen. Das spart 20 bis 30 Prozent. Wir haben unsere erste Anlage selbst gebaut und unterstützen Selbstbauer mit Planung, Material und Anschluss unter der Marke MachsDirSelbst.Solar. Mehr unter Anschluss für Selbstbauer.

Ihr Preis

Nach Ihrer Anfrage planen wir Ihre Anlage vorab, und Sie erhalten ein interaktives Online-Angebot mit Preis und Wirtschaftlichkeit, in dem Sie Komponenten und Varianten selbst ausprobieren. Nach dem Vor-Ort-Termin wird daraus ein Festpreis. Was die Anlage über ihre Lebensdauer einbringt, lesen Sie unter Wirtschaftlichkeit.

Stand: 07. September 2026

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine PV-Anlage für mein Haus und meinen Stromverbrauch?

Ja, für die allermeisten Haushalte lohnt sich eine PV-Anlage. Größe und Ausstattung der Anlage, zum Beispiel ob ein Speicher sinnvoll ist, klären wir in der Beratung individuell für Ihr Haus. Einen ersten Anhaltspunkt liefert unsere kostenlose Vorabplanung: Sie stellen eine unverbindliche Anfrage, wir planen Ihre Anlage vorab und schicken Ihnen ein Online-Angebot mit Ertrag und Wirtschaftlichkeit.

Gibt es eine Förderung?

Ja, auf mehreren Wegen:

  • 0 % Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden, inklusive Speicher, Wechselrichter und Montage.
  • EEG-Einspeisevergütung: Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, bekommen für den eingespeisten Strom 20 Jahre lang einen festen Satz. Für neue Anlagen ab 2027 will die Bundesregierung die feste Vergütung abschaffen und durch eine Übergangsregel von höchstens drei Jahren ersetzen; beschlossen ist das noch nicht.
  • Zinsgünstige Kredite über die KfW (Programm 270) und die Saarländische Investitionskreditbank.

Einen Landeszuschuss für private Anlagen gibt es im Saarland derzeit nicht. Einzelne Stadtwerke fördern ihre Kunden, zum Beispiel in St. Ingbert. Was für Ihren Wohnort gilt, besprechen wir in der Beratung. Mehr dazu unter Förderung.

Kann man die Anlage auch mieten?

Wir verkaufen unsere Anlagen vollständig an Sie, weil das für Sie langfristig die beste und sinnvollste Lösung ist. Sie müssen die Summe aber nicht auf einmal zahlen: Viele Banken finanzieren PV-Anlagen zu sehr attraktiven Konditionen. So haben Sie das Beste aus beiden Welten – volle Kontrolle über Ihre Anlage, auch in Zukunft, und eine überschaubare monatliche Rate statt einer einmaligen Investition.

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Gerrit Schelter, Geschäftsführer der Solario GmbH

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